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Mikrowelle in der DIN


Endlich werden die Bekämpfungserfolge mit der Mikrowellen-Technik in der DIN gewürdigt. In der neuen DIN 68 800 Teil 4 ist das Mikrowellen-Verfahren für die Insektenbekämpfung als Sonderverfahren zugelassen. Damit wird endlich bestätigt, das die Mikrowellentechnik ein erfolgreiches Verfahren ist.

Es gibt Einsprüche zu diesem Verfahren hinsichtlich der Hausschwamm-Bekämpfung. Hier wird vom Arbeitskreis DIN 68 800 Teil 4 verkannt, dass auch mit der Erwärmung von Wänden der Hausschwamm abgetötet werden kann. Einzelne Mitglieder dieses Arbeitskreises berufen sich auf ungeeignete Versuche mit der Mikrowelle, den Hausschwamm abzutöten. Diese Herren haben gar keine Ausbildung in der Anwendung von Mikrowellen und wundern sich dann, dass die Versuche negativ verlaufen sind. Das Heißluft-Verfahren ist dagegen als Sonderverfahren gegen den Hausschwamm in den Wänden zugelassen.

Neu ist in der DIN 68 800 Teil 4 ebenfalls, dass bei den chem. Verfahren nach der Bohrloch-Imprägnierung der Wand diese getrocknet werden muss. Das war bisher für das Regelverfahren nicht vorgeschrieben. Somit ist die Anwendung von Hitze in der Wand durchaus wirtschaftlich zu betrachten. Warum soll erst eine Tränklösung eingebracht werden, die den Hausschwamm nur am Weiterwachsen hindert? Damit wird die Wand feuchter und der Hausschwamm lebt immer noch.

Mit dem Mikrowellenverfahren wird die Wand erwärmt und getrocknet. Dabei stirbt der Hausschwamm sofort ab. Wir verwenden dazu Temperaturen von ca. 50 °C im Kern des Mauerwerks bei einer Dauer von 20 min.. Das funktioniert. Und die Wand ist meistens bis auf 5 - 3 % Feuchte getrocknet. Es können gezielt kleine Bereiche behandelt werden, was z. B. mit der Heißluft-Methode selten möglich ist. Deshalb sprechen wirtschaftliche Gründe gerade im Wohnungsbau dafür, diese Methode einzusetzen. In vielen Fällen werden die wohnungen nicht geräumt, weil die Sanierung sehr schnell im Vergleich zur chem. Methode abgewickelt wird.

Grenzen gibt es nur bei sehr dicken Wänden, bei Holz in der Wand, das nicht einzusehen ist und bei Kellerwänden. Dafür lassen sich Materialien bearbeiten, bei denen das chem. Verfahren nicht anzuwenden ist wie z. B. Bimssteine, Hochlochziegel, Porenbeton, Lehmwände und Kappendecken.

 


Holzschadinsekten im Wohnraum


In den letzten Jahren kommen immer mehr Anfragen von Wohnhausbesitzern, die eine Chemikalien freie Bekämpfung des Hausbocks bei sichtbaren Deckenbalken aus Nadelholz wünschen. Diesen Betroffenen kann geholfen werden. Mit meinen Geräten kann ich Holz gezielt erhitzen, um diese Schädlinge abzutöten.

Der im Wohnraum vorkommende Befall steht im Widerspruch zur DIN 68 800 Teil 3. Dort wird ein Holz, das im Wohnraum sichtbar ist, von der Pflicht des chenischen Holzschutzes befreit. Trotzdem tritt Befall auf. Die unterschiedliche Auffassung zum chem. Holzschutz beruht auf einer Auslegung des Begriffs "Bauschaden". Die DIN 68 800 versteht unter dem Begriff Bauschaden den Verlust der Tragfähigkeit. Das Bürgerliche Gesetzbuch versteht unter dem Begriff Bauschaden das Auftreten eines Ausfluglochs. Die DIN 68 800 Teil 2 und 3 wurden losgelöst von irgendwelchen gesetzlichen Grundlagen erstellt. Teilweise wird sogar dazu geraten, gegen die allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik zu verstoßen (z. B. Dachlatten nicht zu imprägnieren).

Interessant dazu ist auch dieser Link, wo doch behauptet wird, dass der Hausbock Brettschicht-Leimholz nicht befällt.

Die Insekten können von uns abgetötet werden. Allerdings verbleiben die Ausfluglöcher. Damit ist weiterhin sichtbar, dass das Holz befallen war.


Feuchtemessung


Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass die Messung der Feuchtigkeit mit der Induktionsmethode (Kugelkopfmessung) einen sehr hohen Fehler aufweist. Vergleichende Messungen mit der Darr-Methode haben bei der Trocknung von Ziegelmauerwerk überhaupt keine Übereinstimmung ergeben, auch keinen Trend erkennen lassen. Dabei ist es unerheblich, von welcher Firma das Messgerät stammt.


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